Montag, 6. Februar 2017

Unser Trainingslager in Haidmühle/Bayerischer Wald 01.02.-05.02.2017

Alwin  eröffnet das Trainingslager


Wir haben ein absolut schönes Trainingslager in Haidmühle hinter uns.
Die Entscheidung pro Trainingslager und contra Europameisterschaft in Inzell -bei der wir einen Startplatz für das deutsche Nationalmannschaftsteam im 4-er Samojeden Team inne hatten - ist aufgrund der Erfahrungen und Ereignisse von Liebenscheid vor 3 Wochen getroffen worden.

So war Takoda´s Ausfall am 2. Lauftag in Liebenscheid und das damit verbundene Ungleichgewicht im Team der hauptausschlaggebende Punkt, uns für das wesentlich stressfreiere Trainingslager in Haidmühle zu entscheiden, bei dem wir die Geschwindigkeit und die Häufigkeiten der Läufe selbst bestimmen konnten.

Unser Urlaub war sowieso schon "verbucht", und so griffen wir die Gelegenheit beim Schopf das im Bayerischen Wald angebotenen Schlittenhundecamp, welches in der Regel von Mitte Dezember bis Anfang März geöffnet hat, etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

Natürlich wieder mit von der Partie Jacqueline mit Trip & Snow, inzwischen ein fester Bestandteil des "Zaubers"  :-)
Auch unser Freund Stefan hat sich uns mit seiner Tille angeschlossen. Er versuchte sich im Großen und Ganzen beim Skijöring mit der noch in der Lernphase befindlichen Hündin aus dem Tierschutz (Samojede-in-not).

Überzeugter Samojedenwollmützenträger: Stefan :-)

Jacqueline mit Tala & Snow
 
Leider hatten andere Freunde keine Zeit sich uns anzuschließen (Tanja & Markus - das nächste mal gibt es keine Ausreden ;-) ) , aber aufgund der vielen positiven Erfahrungen sind wir der festen Überzeugung auch noch andere für das Trainingslager in den nächsten Jahren zu begeistern, denn es soll ab sofort ein fester Bestandteil unserer jeweiligen Saisonplanungen werden.

Platz war genug da, und so fuhren wir am Mittwoch mit unseren Wohnwagen und Jacqueline´s Wohnmobil Richtung Bayern.

Dort angekommen wurde uns vom netten Platzwart Paul ein Platz zugewiesen, und wir richteten uns bei Dunkelheit ein. Und siehe da - Schnee so weit das Auge reichte. :-)

Bereits in Facebook erfuhr ich dass Rene und Betty vor Ort waren und so freuten wir uns sehr auf das Wiedersehen mit unseren französischen Freunden und ihren 16 Huskies. :-)


Mit Stroh versuchen wir den Untergrund für unsere Hunde wärmer zu gestalten....

Flagge gehisst ;-)

Das Husky Team & Stake out von Betty & Rene


Leider sollten wir dann aber doch am nächsten Tag etwas Ärger bekommen, denn unseren Nachbarn war unsere "Nähe" nicht so recht, da wir doch etwas eng an ihren Wohnmobil standen.
Nun ja, etwas übertrieben wurde behauptet es wäre kein Platz da, ein Meter war das dann aber doch.
Egal, es resultierte aus einem Missverständnis heraus, denn wir stellten uns so hin wie uns gesagt wurde. Egal, als Samojedenmenschen sind wir ja sehr flexibel und stellten kurzer Hand das Lager um, sodaß alle zufrieden waren.
Freundlicherweise hat uns Rene dann auch noch eine professionelle Stakeoutleine geliehen, da wir mit unseren Haken Probleme hatten diese in den sehr gefrorenene Boden zu bekommen. Dankeschön - man hilft sich gerne unter Mushern! :-)

Endposition am nächsten Morgen erreicht
 
Der Campingplatz für Schlittenhundemenschen befindet sich auf einem alten Sportplatz, und hat unter anderem morgens einen Brötchenservice einer örtlichen Bäckerei (sehr lecker, nett und günstig) und ein Vereinsheim (ca. 400 m vom Platz entfernt, indem man Toiletten und Duschen vorfindet (inklusive).
Die Kosten belaufen sich aktuell bei 25,- € p.Tag pro Wohnwagen inkl. 2 Personen und allen Hunde.  


Haidmühle unterteilt sich in ein Trainingsgebiet mit einer Südstrecke von Streckenlängen 3 km, 5 km und 9 km, sowie einer Nordstrecke von 6 km und 9 km. Beide Strecken sind auch miteinander kombinierbar.
Nähere Infos zu den Gegebenheiten vor Ort findet ihr auch hier: http://www.sc-haidmuehle.de/



Abends folgten wir dann noch der Einladung unserer Freunde Rene und Betty und haben uns zu ihren in den Wohnwagen auf ein Bierchen gesellt. Schön war´s :-)

Nach dem ersten Frühstück und dem oben erwähnten Umstellen des Wohnmobils sollte es los gehen.
Wir entschieden uns für die 5 km Waldstrecke Süd.
Man sagte uns, diese sei wesentlich "attraktiver" aber auch anspruchsvoll mit vielen Steigungen und Abfahrten.
In zwei 2-er Teams haben Jacqueline (Trip & Snow) und ich (Takoda & Yuma) haben wir den Zauber aufgeteilt.
Im Skijöring war Stefan mit seiner Tille mit von der Partie.
Wir haben den Trail in ca. 35 minuten mit unseren "Nostalgie Schlitten" gut gemeistert.
Gut, es gab einige Laufpassagen - aber ich denke das ist durchaus normal bei solch einer schwierigen Strecke.
Stefan entschied sich bei 3 km mit Tille abzukürzen und ist super zufrieden ins Ziel gekommen.
Eine tolle erste Einheit für die beiden Zugsportneulinge!!!

Wir sind unterwegs

Auf geht´s Tille...

Erster erfolgreicher Trainingslauf...


Am Nachmittag sollte es dann nochmal in den Teams Beate mit Takoda & Yuma sowie Stefan mit Trip & Snow auf die 3 km Südstrecke gehen.
Die beiden Teams sind gut ins Ziel gekommen.
Stefan war sehr angetan vom Schlittenfahren, stand er doch das erste mal auf den Schlittenkufen.

Vorbereitungen

Und auf geht´s ...

Yuma (links) und Takoda (rechts) bringen Beate ins Ziel

Sieht schon sehr professionell aus! Stefan mit Tille


Am zweiten Tag war die Planung erneut die 5 Strecke Süd mit einem 3-er Team und einem 2-er Team (Jacqueline mit Trip & Snow und Tille sowie Beate mit Yuma & Takoda) zu fahren, da wir aufgrund der etwas "baumarmen" Nordstrecke die Befürchtung hatten, dass sich unsere Hunde nicht mehr so motivieren ließen.
Mit dabei, Stefan als Skifahrer und "Notnagel", falls es mit Tille nicht klappen sollte.

Aus den 5 km wurden dann aber doch nur 3 km, da beide Teams sichtlich Schwieirgkeiten hatten und nicht so gut performten wie erhofftt. Tille war überfordert, und auch Snow kam mit der Lead Positiv aufgrund des "neuen" Teammitglieds hinten dran nicht zurecht.
So entschieden sich die drei, Stefan Tille an den Bauchgurt zu geben und fortan als zwei 2-er Teams und dem Skijörer Stefan weiterzufahren.

Die Teams werden vorbereitet

Lady Power - Beate und Jacqueline

Sah erstmal vielversprechend aus....

Yuma und Takoda wollen hinterher...

Erster Stopp nach ein paar gefahrenen Metern. Rene ist gezwungermaßen im Schlepptau hintendran.


Am Nachmittag gaben wir den Hunden eine Pause vom Zugsport und sind mit ihnen den Wanderweg zum Dreisessel gewandert (6 km vom Sportplatz aus).




Die Strecke war anfänglich sehr gut zu begehen, wurde dann aber zunehmend schwieriger, und mit fast jeden 3-4 Schritt ist man in den Tiefschnee eingebrochen. So entschieden wir 1,9 km vor dem Ziel umzukehren und wieder Richtung Campingplatz zu marschieren.



Dabei wurde uns eine Abkürzung zum Verhängnis, und wir landeten kurzerhand in einer Tiefschnee Passage und standen urplötzlich vor einem Bach den es zu überqueren galt.
Dies alles so ca. 400 m vor dem Ziel. :-/
Der Outdoor erfahrene Abenteurer Stefan erforschte den Weg über den Bach und half den zwei Frauen über das Hindernis. Bis auf ein Tritt ins eiskalte Wasser von Jacqueline sind alle unbeschadet hinüber gekommen.
Auch ist es Stefan zu verdanken, dass der Aufstieg zur Strasse wesentlich leichter verlief, entschied er sich für die Passage durch einen kleinen Tannenwald, in dem weniger Schnee lag.
Was für ein kleines Abenteuer - es soll niemand behaupten der Zauber hätte dergleichen nicht zu bieten :-)

Tiefschnee

Bachüberquerung. Das Unheil kommt gleich für Jacqueline....
 
Im Wohnwagen angekommen hiess es erstmal umziehen und aufwärmen mit einer guten warmen Suppe von Beate. Hmm...lecker!

Am dritten Tag unseres Trainingslagers  entschieden wir uns erneut für zwei 2-er Gespanne. Jacqueline mit Trip & Snow, sowie ich mit Takoda & Yuma.
5 km sollten es sein, doch die Teams haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Allen voran Takoda, der schon gar nicht in die Startsequenz laufen wollte und blockiert hatte. Als Jacqueline vorfuhr ist es uns gelungen ihn zu motivieren und er ist fortan mitgelaufen, war aber sehr verhalten und demotiviert, wie fast alle vier Hunde. Lediglich Yuma und Snow waren herauszuheben und haben gut gearbeitet.
Am Abend hatten wir dann noch eine schöne gesellige Runde mit Rene und Betty bei uns im Wohnwagen mit viel Fachsimplerei über Schlittenhunderennen und Hunderassen. :-)

Tag 4 - unser Abfahrtstag. Jacqueline wollte doch nochmal die Nordstrecke ausprobieren, und so entschieden wir sie mit den beiden Top Hunden Yuma und Snow auf die Piste zu schicken.
Sichtlich erfreut kam sie zurück, und bescheinigten beiden eine tolle Arbeit. Prima! :-)

Das Lächeln verrät es - sie ist glücklich. Ich nenne es "Musherglück" :-)


Nun hieß es Aufbruch und ab nach Hause.

Fazit: Eine tolle Sache dieses Haidmühle Trainingscamp. Total stressfrei - anders als bei Rennen.
Wir hatten sehr viel Spaß und werden ganz bestimmt wieder kommen!

Hier weitere Impressionen in Bildern.
Ein schöner Film ist gerade noch in Arbeit von Beate und wird demnächst folgen.

Alwin - wie immer bringt er Farbe ins Spiel... :-)

Auch Tala ist dabei und freut sich über kleine Spaziergänge...

Takoda - für mich einer der schöneren Samojedenrüden ;-) <3 Im Hintergrund gibt´s Küsschen für Beate :-)

Beate mit Yuma - was die zwei wohl wieder aushecken? ;-)

Yuma - ein Whiteliner

Fachgespräche mit Betty

Oldie Tala am Stake out

Trip"i" - auch er ein Whiteliner

Tille, richtig Katilla - von Samojede-in-Not

Snow - eine Whiteliner Hündin

Meditation vor dem Start: Yuma

Old School - unsere Nostalgie Schlitten aus früheren Tagen...


Und so sieht das moderne Equipment der anderen Musher aus...

Fühlen wir uns benachteiligt? Nee - keinesfalls ;-)



Schön, mein Onkel kommt zu Besuch. Ich habe noch einiges an Familie im Bayerischen Wald, da meine Mutter von hier kommt...

Onkel Pepperl und ich :-)

Wunderschöne Snow... <3

Beate mit ihren zwei Schützlingen Alwin & Yuma

Die drei Weißen des Zaubers. V.l.n.r.: Tala, Takoda, Yuma

Tala in unnachahmlicher Samojedenmanier "bequem" ein Nickerchen zu machen :-)

Das Tierkunst Atelier ist auch im Trainingslager geöffnet!



 

Kommentare:

  1. War eine tolle Aktion! Danke für die wohlwollende Beschreibung, Euch ungefragt über Gewässer führen zu dürfen!

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